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Grünes Tanzen in Berlin

das Wort "DANCE" als leuchtender Neonschriftzug in grün

Beim Tanzen im Club Strom erzeugen? Klingt ziemlich nach Zukunftsmusik. In Berlin soll das schon bald Realität werden.

Berlin ist die Party-Hauptstadt Deutschlands, rund 300 Clubs laden zum Feiern und Tanzen ein. Keine Frage, dass da der Energieverbrauch nicht gerade niedrig ist. Und auch wenn die Senkung des Energieverbrauchs in Berliner Clubs nur in einem geringen Maße zur Reduzierung der berlinweiten CO2-Emissionen beiträgt: Kleinvieh macht auch Mist!

Deshalb hat Berlin gerade beschlossen, im Rahmen des „Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030“ Projekte finanziell zu unterstützen, die das Tanzen in Berlin grüner machen. Ein weiterer Schritt in Richtung Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt definiert Klimaneutralität dabei folgendermaßen: „„Klimaneutral“ ist eine Stadt dann, wenn sie einen Ausstoß von Treibhausgasen erzeugt, der das Weltklima unterhalb der gefährlichen Schwelle einer Erwärmung von 2 Grad halten kann – auch bei einer für 2050 prognostizierten Weltbevölkerung von 9 Milliarden Menschen.“

So soll zum Beispiel extra für Berlin ein “Green Club Label” entwickelt werden, das als Marke für klimafreundliche Club-Aktivitäten steht. Auch die Durchführung eines jährlichen Wettbewerbs zu dem Thema steht als Maßnahme im Raum.

Zu den Ideen zählt eben auch die Strom erzeugende Tanzfläche. Doch die Idee ist nicht neu. Bereits 2008 eröffnete in Rotterdam der “Club WATT”, die erste Öko-Disco der Welt. Die Tanzfläche ist das Herzstück des Clubs. Sie ist flexibel und elektromechanisch und gibt beim Tanzen um einige Millimeter nach. Die durch die Schwingungen des Bodens erzeugte Bewegungsenergie wird mit dem Dynamo-Prinzip in Elektrizität umgewandelt. Rund 30% des Stromverbrauchs können die Clubbesucher durch das Tanzen erzeugen.

Wir sind gespannt, ob sich das „Green Club Label“ in Berlin etablieren wird und ob wir dann schon bald auf grünen Tanzflächen durch Berlin tanzen.

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